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Geschäftsbericht 2016 I 2017

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Geschäftsbericht 2016 I 2017

Geschäftsbericht 2016/2017 I Steuerberater-Verband e.V. Köln I Aus der Verbandsarbeit EDV-Arbeitskreis Aktivitäten des EDV-Arbeitskreises im Berichtszeitraum 01.07.2016 bis 30.06.2017 Steuerberater-Verband e.V. Köln Akademie für Steuer- und Wirtschaftsrecht Die Mitglieder des EDV-Arbeitskreises trafen sich im Berichtszeitraum 01.07.2016 bis 30.06.2017 zu vier Veranstaltungen im Schulungszentrum der Akademie, unter der Leitung seines Vorsitzenden StB vBP Richard Deußen. In der 172. Sitzung am 20.09.2016 stellte Tobias Zeidler von der DATEV eG in seinem Vortrag die „DATEV Eigenorganisation comfort“ vor. Im zweiten Teil gab er interessante Informationen zur der Kanzleisteuerung und dem Kanzleicontrolling. Traditionell waren in der Novemberveranstaltung am 23.11.2016 des EDV-Arbeitskreises die Mitglieder der Geschäftsleitung der DATEV eG zu Gast. Martin Krämer, Leiter Service & Produkte der DATEV berichtete über die Entwicklung der DATEV und die Auswirkungen der DATEV- Programme auf die Arbeit in der Steuerberatungskanzlei. Im Anschluss hieran referierten Stefan Meisel, Leiter Außendienst, zum Thema: „Digitale Mandatsbearbeitung“. Nach einer sehr umfangreichen Diskussion trafen sich die Teilnehmer zu einem kölschen Buffet und haben dort weiter miteinander diskutieren können. In der 174. Sitzung am 28.03.2017 stand das Thema „Kasse“ auf der Tagesordnung. Thomas Biermann von der DATEV eG, Nürnberg referierte zum Thema „Damit die Kasse weiter klingelt“; er stellte uns die aktuellen Anforderungen an Kassensysteme und Kassenarchive vor. Im zweiten Teil des EDV-Arbeitskreises wurde durch Volker Nikoleit, Mitglied der Geschäftsleitung der BMD GmbH, die „BMD Kassensoftware – die integrierte Kassenlösung für den Handel“ vorgestellt. Die 175. Sitzung fand am 13.06.2017 statt. In dieser wurde von Richard Luthardt von der DATEV eG im ersten Teil der Sitzung das System „DATEV SmartTransfer und Kassensysteme“ vorgestellt. Im zweiten Teil befasste sich der EDV-Arbeitskreis mit der digitalen Spracherkennung. Thomas Würdig von der Firma datatronic GmbH hat das System „HighSpeech“ in einer Live-Präsentation vorgeführt. 64

Aus der Verbandsarbeit I Steuerberater-Verband e.V. Köln I Geschäftsbericht 2016/2017 Arbeitskreis „Gemeinnützigkeit und Vereine“ Der Arbeitskreis „Gemeinnützigkeit und Vereine“ des Steuerberater-Verbandes e.V. Köln besteht seit nunmehr drei Jahren. Vorsitzender ist Herr WP StB Dipl.-Kfm. Eike Ellerbeck, seine Stellvertreter sind Frau StBin Dipl.-Fwin Sabine Thieler und Frau StBin Dipl.-Kffr. Ina Winner. Der Vorstand wurde zum Ende seiner ersten Amtsperiode wiedergewählt. In den Arbeitskreissitzungen wird jeweils ein Schwerpunktthema unter Federführung eines Referenten diskutiert. Darüber werden Praxisfragen, die von den Mitgliedern an den Arbeitskreis herangetragen werden, erörtert. Im Geschäftsjahr 2016/2017 fanden zwei Arbeitskreissitzungen statt. In der Herbstsitzung 2016 hielt Herr StB Dipl.-Kfm. Roger Patzschke ein Referat zum Thema „Die Mittelverwendungsrechnung.“ Weder ist der Begriff der „Mittel“ gesetzlich definiert – so stellt sich zum Beispiel die Frage, ob selbst geschaffene Marken als immaterielle Wirtschaftsgüter Mittel sein können – noch existiert eine gesetzliche Vorgabe zum Inhalt und zum Aufbau einer Mittelverwendungsrechnung. Dementsprechend existieren in der Literatur hierfür zahlreiche Vorschläge. Einer Mittelverwendungsrechnung bedarf es erst dann, wenn eine gemeinnützige Körperschaft ihre Mittel nicht sofort verwendet. Sie ist also eine Nebenrechnung (AEAO Nr. 27 zu § 55 Abs. 1 Nr. 5 AO). Es gilt zwar grundsätzlich das Zufluss- und Abflussprinzip. In der Praxis werden aber bei bilanzierenden Körperschaften die Werte für die Mittelverwendungsrechnung grundsätzlich aus der Bilanz und gegebenenfalls aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet. Im Rahmen einer lebhaften Diskussion wurden mögliche Formen der Mittelverwendungsrechnung sowie eine Auswahl an Rechts- und Darstellungsfragen (z.B. Abbildung der Mittelverwendungsrechnung innerhalb einer Bilanz, die Berücksichtigung von Forderungen und Verbindlichkeiten, die Darstellung der verwendeten freien Rücklagen, der verfahrensrechtliche Status zulässigerweise gebildeter Rücklagen, der Einsatz freier Rücklagen zum Ausgleich einer Unterdeckung etc.) erörtert. Die Frühjahrssitzung 2017 hatte als Schwerpunktthema die Zuwendungsbestätigung. Frau StBin Dipl.-Fwin Ina Winner befasste sich in ihrem Vortrag dazu nicht nur mit den zu beachtenden zahlreichen Formalien, sondern auch mit der Frage, für welche Zuwendungen (Spenden und Mitgliedsbeiträge, sofern nicht die in § 10b Abs. 1 Satz 8 EStG fördern) überhaupt eine Zuwendungsbestätigung ausgestellt werden darf. Die anschließende Diskussion zum Themenbereich der Bewertung von Sachspenden zeigte, dass hier sowohl die Wertfindung an sich als auch der Wertnachweis in der Praxis zu erheblichen Problemen führen. Des Weiteren wurden die Besonderheiten der sogenannten Verzichtsspenden besprochen und auf die Nichtabziehbarkeit von Aufwandsspenden hingewiesen. Aus aktuellem Anlass wurde anschließend die neue Rechtsprechung zum Nebenzweckprivileg von Vereinen diskutiert. Die Diskussionsbeiträge der Teilnehmer in den Arbeitskreissitzungen zeigen, dass sich die Finanzverwaltung vermehrt und zunehmend kritisch mit gemeinnützigen Körperschaften befasst und Gemeinnützigkeitsfragen deshalb zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Arbeitskreis „Gemeinnützigkeit und Vereine“ wird mit seinem bewährten Konzept den Erfahrungsaustausch zwischen den Kolleginnen und Kollegen auch zukünftig weiter fördern. Steuerberater-Verband e.V. Köln Akademie für Steuer- und Wirtschaftsrecht 65

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