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Geschäftsbericht 2016 I 2017

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Geschäftsbericht 2016 I 2017

Geschäftsbericht 2016/2017 I Steuerberater-Verband e.V. Köln I Aus der Verbandsarbeit Arbeitskreis „Junge Steuerberater“ (AK JuSt) Steuerberater-Verband e.V. Köln Akademie für Steuer- und Wirtschaftsrecht Die zwischenzeitig etablierte und beliebte Neubestellten-Veranstaltung „Bestellt – wir holen Sie ab“ fand dieses Jahr am 23.09.2016 statt. Mit gestrafftem Konzept bei der Podiumsdiskussion, aber unter bewährter professioneller Moderation von Anne Rothäuser, nahmen auch hier Mitglieder des Arbeitskreises Junge Steuerberater, unter anderem Heide Bleck und Lars Nottelmann, teil und berichteten über ihren Weg in die Selbständigkeit. Die Veranstaltung ist eine gute Möglichkeit für neubestellte Kollegen sich über das Angebot des Verbandes und speziell des Arbeitskreises zu informieren. Dieses Angebot nutzten viele Kollegen an dem Tag sehr intensiv. Wie immer klang der Abend nach einem Empfang mit gutem Essen und Getränken auf der Terrasse des Schokoladenmuseums aus. Zu Beginn des Jahres standen bei dem Arbeitskreis „Junge Steuerberater“ Neuwahlen an. Der Vorstand wurde im Amt bestätigt und wird noch viele Ideen für junge Kollegen umsetzen. Diese sorgten im Berichtszeitraum dafür, dass viele neue Formate eingeführt werden konnten. Außerdem standen aktuelle Neuerungen und deren Umsetzung im Vordergrund. So konnten die jungen Kollegen sich unter anderem zum Thema Kassenrichtlinie intensiv austauschen. Das Finanzgericht öffnete am 24.03.2017 für eine besondere Veranstaltung seine Hallen: Gemeinsam mit der Steuerberater-Kammer Köln und dem Steuerberater-Verein Köln e.V. lud der Arbeitskreis „Junge Steuerberater“ zur Veranstaltung „Die Rolle des Steuerberaters im finanzgerichtlichen Verfahren“ ein. Die Resonanz von über 100 Anmeldungen zeigte, dass diese Thematik offenbar von großem Interesse war. Die jungen Kollegen durften zunächst an zwei öffentlichen Verhandlungen teilnehmen. In den Verhandlungspausen klärten die Pressesprecher am Finanzgericht Köln, Norbert Eppers und Heinz Neu, bereits aufkommende Fragen und informierten über Verfahrensabläufe. Nach den jeweiligen Urteilsverkündungen durften nach Schluss der Verhandlung umfassende Fragen zum Fall gestellt werden. Von Seiten der Steuerberaterkammer gab es einen Sachvortrag zum Thema „Gebührenrecht“ und RA StB Ingo Heuel steuerte einen interessanten Beitrag zum Thema Strafrecht bei. Zum Ausklang der Veranstaltung wurden dann auch alle allgemeinen Fragen zum Finanzgerichtsprozess beantwortet. Im Rahmen eines Workshops, der vom Vorsitzenden des AK JuSt, Lars Nottelmann, moderiert wurde, gaben die Pressesprecher in ihrer sachlichen, aber auch lebendigen und humorvollen Art den jungen Kollegen das Handwerkszeug zur richtigen Prozessführung mit. Weitere Veranstaltungen sind zum Thema vorgesehen. Auf der Suche nach neuen Formaten, um noch mehr Kollegen auch außerhalb von Arbeitskreissitzungen zu erreichen, wurde ein Stammtisch für junge Steuerberater etabliert. Dieser soll die Arbeitskreissitzungen nun um einen geselligen, aber auch fachlichen Austausch unter den Kollegen ergänzen. Am 26.04.2017 feierte diese im Bierhaus am Rhein zu Köln seine Premiere. Als bekannten und bewährten Referenten begrüßten wir RA FAStrafR, Jürgen Sauren. Dieser hielt einen spannenden Kurzvortrag zum Strafrecht für Steuerberater. Angeregt durch den Vortrag entwickelten sich im Verlauf der Veranstaltung interessante Gespräche bei Kölsch und Buffet. 66

Aus der Verbandsarbeit I Steuerberater-Verband e.V. Köln I Geschäftsbericht 2016/2017 Arbeitskreis „Prüfende Berufe“ Die Themen aus Rechnungslegung und Prüfung sind unverändert von einem hohen Änderungsdruck geprägt. Insbesondere die bilanzierenden Unternehmen waren vor die Herausforderung gestellt, die neuen Regelungen des BilRUG in den aktuellen Jahresabschlüssen berücksichtigen zu müssen. Von besonderer Bedeutung waren insbesondere die ausgeweiteten Anhangangaben sowie die Änderungen in der Struktur des Jahresabschlusses – hier besonders die geänderte GuV-Gliederung. Die Gesetzesnovelle zog zahlreiche Detailänderungen, alleine im HGB in rund 80 Paragrafen nach sich. Bedeutsam waren auch die Anpassungen der Größenklasseneinstufungen. Die Erhöhung der Schwellenwerte führte nämlich bei zahlreichen Unternehmen zu einem Wegfall der bisherigen Prüfungspflicht. Die steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe waren davon insofern besonders betroffen, als dass sowohl bei der Aufstellung der Abschlüsse als auch bei deren Prüfung die weitreichenden Änderungen in Bilanzierung und Bewertung zu beachten waren. Auch im laufenden Geschäftsjahr wurde vom Verband die Weiterbildungsreihe „Update für prüfende Berufe“ erfolgreich fortgesetzt. Diese inzwischen fest etablierte Veranstaltung erfreut sich einer guten Resonanz und steigenden Teilnehmerzahlen. Als besonders positiv wird von den Teilnehmern, die in ihrer beruflichen Praxis sowohl mit Abschlussprüfung als auch mit Abschlusserstellung bilanzierender Unternehmen befasst sind, hervorgehoben, dass die Verknüpfung theoretischer Grundlagen sowie praxisrelevante Hinweise im Vordergrund stehen. Im Gegensatz zu ähnlichen Großveranstaltungen, bei denen als Teilnehmer häufig Mitarbeiter großer Wirtschaftsprüfungsgesellschaften dominieren, liegt bei der vom Verband in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Prüfende Berufe“ angebotenen Veranstaltung der Fokus eindeutig auf den für mittelständische Praxen relevanten Themen. Auch weiterhin sollen jeweils im Frühjahr und Herbst diese praxisrelevanten Veranstaltungen durchgeführt werden. Aus Kölner Sicht erfolgreich war auch die aktive Mitarbeit im Arbeitskreis „Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung“ des Deutschen Steuerberaterverbands e.V. Der DStV äußert sich in drei Stellungnahmen vom 28.04.2017 zu verschiedenen Entwürfen für IDW-Prüfungsstandards, die den Bestätigungsvermerk regeln. Die vom Arbeitskreis „Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung“ des DStV erarbeiteten Stellungnahmen richten dabei ein besonderes Augenmerk auf die Anwendbarkeit der neuen Standards für kleinere und mittelgroße Prüfungspraxen. Generell mindert der stark gestiegene Umfang der Vorgaben die Anwenderfreundlichkeit. Geschuldet ist das jedoch den geänderten internationalen Prüfungsstandards ISA. Im „Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz)“ wurden wichtige Forderungen des DStV, in die auch die Stellungnahmen aus Sicht der mittelständischen Kölner Prüfungspraxen eingeflossen sind, umgesetzt. So wurde gefordert, dass im Gesetzgebungsverfahren auf europäischer Ebene lediglich kapitalmarktorientierte Unternehmen den umfangreichen Berichtspflichten unterliegen. Die nichtfinanzielle Berichterstattung der Unternehmen ist grundsätzlich nicht im Rahmen der Abschlussprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer zu prüfen. Sollte sich ein Unternehmen für eine gesonderte Prüfung dieser Berichterstattung entscheiden, sollte nach den Vorgaben des Referentenentwurfs der gesamte Prüfungsbericht veröffentlicht werden. Wie vom DStV gefordert, sieht der Gesetzesentwurf nun lediglich die Veröffentlichung des Prüfungsurteils vor. Steuerberater-Verband e.V. Köln Akademie für Steuer- und Wirtschaftsrecht 67

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