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VerbandsNachrichten 1 I 2018

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VerbandsNachrichten 1 I 2018

VerbandsNachrichten 1/2018 I Sonstige Berufspolitik Das Thema von Prof. Dr. Haucap lautete „Wirtschaftspolitische Herausforderungen für Deutschland“. Der Gastredner verwies zunächst darauf, dass er sich in seiner Ansprache an sich gerne mit den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung auseinandergesetzt hätte, dass dies aber durch die Verzögerungen bei der Regierungsbildung nun nicht möglich sei. Er wolle deshalb einen allgemeinen Blick auf die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland richten und einen Ausblick auf die nächsten Jahre wagen. Diese sah er durch drei wesentliche Trends gekennzeichnet: durch die Globalisierung, durch die Digitalisierung und durch den demografischen Wandel. In diesem Zusammenhang ging Haucap u.a. auf den internationalen Handel, den internationalen Steuerwettbewerb, auf den durch die Digitalisierung verursachten notwendigen Wandel der Arbeitswelt und auf dessen Auswirkungen auf die sozialen Sicherungssysteme ein. Auch energiepolitisch stellten sich zahlreiche Fragen. Deutschland dürfe sich insofern nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern müsse sich weiter und vielleicht sogar verstärkt um zukunftsweisende Konzepte bemühen. Hierzu könnten die Freien Berufe, gestützt auf ihre hohen Standards und Innovationspotenziale, besonders wichtige Beiträge leisten. Anschließend an die Vorträge bestand ausgiebig Gelegenheit zur bilateralen Begegnung und zum fachlichen Gespräch. An dem BFB-Neujahrsempfang nahmen aus den Reihen des DStV u.a. teil sein Präsident StB/WP Harald Elster, seine Vizepräsidentin StB/vBP Ute Mascher, sein Vorstandsmitglied StB Lars-Michael Lanbin, sein Hauptgeschäftsführer RA/FAStR Prof. Dr. Axel Pestke und sein Geschäftsführer Syndikusrechtsanwalt/StB Norman Peters. Aus den Reihen der DStV-Mitgliedsverbände und der Landesverbände Freier Berufe waren u.a. anwesend StB/WP Prof. Dr. Hans-Michael Korth, RA/FAStR/FAArbR Thomas Volkmann, RA Manfred Hofstede, RA Markus Hilbert sowie Dipl-Kfm. Wolfgang Wehmeier. Fit für die Zukunft? – DATEV-Branchenmonitor: StB blicken mit Optimismus in die Zukunft Die digitale Transformation greift tief in die Prozesse von Unternehmen und Wirtschaft ein. Um besser zu verstehen, wo der steuerberatende Berufsstand in dieser Entwicklung steht, hat die DATEV einen Branchenmonitor für Steuerberater initiiert. Die Studie umfasst den schon eingeführten Geschäftsklimaindex DATEV-Branchenbarometer und den neuen DATEV-Digitalisierungsindex. Letzterer weist im Rahmen der ersten Erhebung im Herbst 2017 mit einem Gesamtwert von 98,2 einen mittleren Wert auf einer Skala zwischen 0 - 200 aus. Er setzt sich aus den fünf folgenden Teilindizes zusammen, die gleichgewichtig in den Gesamtwert einfließen: Selbsteinschätzung in Bezug auf die Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie (113,9), Digitalisierungsstand im Dateneingang (85,0), in den internen Verarbeitungsprozessen (93,2), in der Organisation der Kanzlei (108,1) und in der Verbreitung digital unterstützter Dienstleistungen (86,4). Im Großen und Ganzen haben die Entscheider in den Steuerberatungskanzleien die Notwendigkeit der Digitalisierung erkannt: Gut zwei Drittel stehen voll und ganz hinter der digitalen Strategie, in größeren Kanzleien sogar knapp acht von zehn. Und auch die neuen Möglichkeiten der digitalen Zusammenarbeit mit dem Mandanten bieten neue Chancen, sagen vor allem große (63 %) und mittelgroße (62 %) Kanzleien. In der konkreten Umsetzung zeigt sich allerdings ein verhalteneres Bild: Die Werte liegen deutlich niedriger. So haben beispielsweise erst 38 % der Kanzleien erfolgreich neue, umsatzbringende digitale Dienstleistungen eingeführt. Quelle: DATEV eG 30

Sonstige Berufspolitik I VerbandsNachrichten 1/2018 Größte Hürde auf dem Weg zur digitalen Kanzlei ist der nach wie vor meist analoge Austausch zwischen Steuerberater und Mandant: In Papierform eingehende Daten sind in Kanzleien aller Größen die dominierende Form. In mittelgroßen Kanzleien übermitteln noch knapp über die Hälfte der gewerblichen Mandanten ihre Daten auf Papier, in kleinen Kanzleien liefern sogar 64 % die Informationen auf Papier an. Das ist insofern problematisch, als es die digitale Weiterverarbeitung der Daten deutlich ausbremst. Von weitgehend automatisierten Prozessen, bei denen Unterlagen und Daten über eine digitale Schnittstelle direkt zwischen Steuerberater und Mandant ausgetauscht werden, sind viele Kanzleien noch weit entfernt. Etwas positiver sieht es bei internen Prozessen aus: Ein rein papierbasiertes Archiv existiert nur noch in 17 % aller Kanzleien, knapp 60 % nutzen ein digitales Dokumenten-Management-System. Quelle: DATEV eG DATEV-Branchenbarometer Das DATEV-Branchenbarometer zeichnet seit mittlerweile einem Jahr das Geschäftsklima der Steuerberater auf. Im dritten Tertial 2017 erreichte es zuletzt einen Wert von 123,9 und liegt damit um 0,8 Punkte unter dem Ergebnis des zweiten Tertials. Damit zeigt es sich auf hohem Niveau leicht abgekühlt. Die rückläufige Entwicklung resultiert aus dem Teilindex zur Lageeinschätzung. Mit 1,9 Punkten ist dessen Wert leicht gefallen, bleibt aber mit 134,1 Punkten weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Maßgeblich für den Rückgang sind die kleinen Kanzleien bis 4 Mitarbeiter. Vor allem bei der Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr, aber auch bei der aktuellen Geschäftslage, zeigten sie sich deutlich verhaltener als im vorigen Tertial, was dann auch das Gesamtergebnis drückt. Der Teilindex Erwartung konnte dagegen sogar zulegen und erreicht mit einem Wert von 115,1 (+0,6) sein Allzeit-Hoch. Quelle: DATEV eG 31

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Seminar- und Veranstaltungsübersicht 02 I 2020
Steuerberaterlehrgang 2020
Steuerfachwirtprüfung - Vorbereitungslehrgang auf die Qualifikationsprüfung
Vorbereitungslehrgang auf die Prüfung zum/zur Steuerfachangestellten
Die neue StBVV – Alle Änderungen im Überblick
Referentenentwurf des Bundesministeriums der Finanzen