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VerbandsNachrichten 1 I 2019

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VerbandsNachrichten 1 I 2019

VerbandsNachrichten 1/2019 I Aus dem Verbandsleben Applaus für den Festredner: Präsident Elster; MdB StB Markus Herbrand, FDP; Thomas Eigenthaler, Vorsitzender Dt. Steuergewerkschaft; MdB Dr. Georg Kippels, CDU; WP/StB Dr. Horst Vinken; Tobias Warweg, Vorstandsmitglied HDI AG (v.r.n.l.) Blick auf die hintere Hälfte des Festsaales Auf weltpolitischem Terrain positionierte der frühere ARD-Korrespondent in Washington allerdings einige Fragezeichen: Mit seiner Prognose, Trump werde nicht Präsident, habe er sich geirrt, und der Ton der Auseinandersetzung sei auch uns gegenüber wesentlich rauer geworden – bei aller Wertschätzung, die die Amerikaner unserem Land und seinen Leistungen für die USA entgegenbringen. Dabei werde häufig vergessen, dass jeder einen Platz am Tisch der Demokratie habe – und das Recht auszureden. Auch die Konkurrenz sei härter geworden: Im Zuge der Digitalisierung stünden alle auf demselben Schlachtfeld im Kampf um die Kunden. Im WDR habe er bei seinem Amtsantritt „Löcher“ vorgefunden, bekannte Buhrow. Der Abbau von Planstellen und der Verzicht auf Neuanstellungen in manchen Bereichen habe zu Konflikten mit dem Personal geführt. Bis 2020 werde man jedoch eine schwarze Null schreiben, so seine Prognose. In dem Bestreben, ein gutes Produkt zu einem akzeptablen Preis herzustellen, habe man aktuell einen kritischen Punkt erreicht. Wenn man so fortfahre, werde man es dem Programm anmerken. Der WDR-Intendant brach eine Lanze für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk und die hierfür zu leistenden Gebühren, indem er auf die hohen Produktionskosten des Senders einging. Ein Tatort koste immerhin 1,6 Mio. €, und die Kosten trage der Beitragszahler. Man strenge sich jedoch an, mit den Rundfunkgebühren effizient und kontrolliert umzugehen. Die entscheidende Schlacht werde dabei im Bereich der Informations- und Diskussionssendungen geschlagen. Lokalzeit, Aktuelle Stunde und Tagesthemen seien wichtig, aber auch Sport und Musik. Jedem einzelnen jeden Tag etwas Wertvolles zu bieten, mit den Menschen in NRW einmal am Tag in Kontakt zu kommen – in der Information oder Unterhaltung – hierin bestehe der Kernauftrag des Senders. WDR-Intendant Tom Buhrow 10

Aus dem Verbandsleben I VerbandsNachrichten 1/2019 „Die entscheidende Schlacht wird im Bereich der Informations- und Diskussionssendungen geschlagen“. Tom Buhrow Als Highlights im Programm stellte Tom Buhrow die in Koproduktion mit der BBC hergestellte Sendereihe „Der blaue Planet“ über das Leben im Meer vor, die Millionen Zuschauer faszinierte, und für jüngere Zuschauer „Die Sendung mit dem Elefanten“. Aufsehen erregte weiterhin „Inside Auschwitz“, in dem eine Drohne über die Überreste des KZ führte, während aus dem Off drei ehemalige Insassen ihre Lebensgeschichte erzählen. Die Breite des Angebots werde manchmal kritisiert, sei jedoch auch die Stärke des WDR. Beim Broadcasten werfe man Netze aus. So werde in Beiträgen über rechtsradikale Vorgänge in der Keupstraße oder das Gladbecker Geiseldrama die gesellschaftliche Aufklärung mit Bauchgefühlen gekoppelt. Sowohl Unterhaltung als auch Information vermittele auch Hirschhausens „Quiz des Menschen“. Satire werde im WDR immer mit Anspruch, nie verachtend präsentiert. Sehr „in Bewegung“ sei man in den Bereichen Bildung und Kultur. Information, Unterhaltung, Bildung könne man nicht so sehr voneinander trennen. In den „Tatorten“ würden häufig gesellschaftliche Probleme aus einmaliger Perspektive thematisiert: als Beitrag und Denkanstoß zu aktuellen Debatten. Während das Radio von der Musik lebe, vermittelten Sendungen wie die Servicezeit oder Quarks Bildung zu alltäglichen Themen. Mit der Kultur befinde man sich nicht im Elfenbeinturm, denn: „Wir müssen die Menschen berühren, Programm für alle machen – wir wollen die Menschen bereichern.“ Tom Buhrow beendete seine Ansprache mit einem eindeutigen Appell an das Auditorium: „Wenn wir von Ihnen bezahlt werden wollen, müssen wir Sie überzeugen, dass das Geld bei uns gut angelegt ist“, und fügte hinzu: „Wir brauchen auch Sie!“ Bei dem anschließenden Empfang gaben die sehr unterschiedlichen Redebeiträge viel Stoff für einen lebhaften Gedankenaustausch. WP/StB Dr. Horst Vinken; MdB Dr. Georg Kippels, CDU; Thomas Eigenthaler, Vorsitzender der Dt. Steuergewerkschaft (v.l.n.r.) WPK-Beirat vBP/StB Ute Mascher, und WPK-Beiratsvorsitzender WP/StB Dr. Marian Ellerich Prof. Dr. Axel Pestke, HGF des DStV; StB/vBP Franz Plankermann 1. Vorsitzender des Steuerberaterverbandes Düsseldorf; RA Günter Koslowski, StBK und StBV Düsseldorf (v.l.n.r.) StB Dipl.-Fw. Sabine Thieler; WDR-Intendant Tom Buhrow; Wolfgang Curt (ehemaliger FA-Vorsteher) und Dr. Jürgen Axer (ehemaliger FA-Vorsteher) (v.r.n.l.) 11

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