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VerbandsNachrichten 2 I 2017

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VerbandsNachrichten 2 I 2017

VerbandsNachrichten 2/2017 I Aus der Arbeit von DStV und DStI Berufsträger nicht handhabbar und würde bereits wegen ihrer Unbestimmtheit unweigerlich zu Schwierigkeiten bei der Rechtsanwendung führen. Schließlich muss auch die Regelung, wonach Berufsangehörige bei sog. Einzelmandaten dem Dienstleister den Geheimniszugang nur mit Einwilligung des Mandanten eröffnen dürfen, ersatzlos gestrichen werden (u.a. § 62a Abs. 5 StBerG-E). Die vorgeschlagene Regelung würde insbesondere für kleine und mittlere Kanzleien zu erheblichen Schwierigkeiten in der fristgerechten Bearbeitung der Aufträge führen und eine ungerechtfertigte Verschärfung der bestehenden Rechtslage bedeuten. Weitere Einzelheiten zu den dargestellten Kritikpunkten sind der DStV-Stellungnahme R 05/17 vom 10.04.2017 zu entnehmen. Der DStV wird das Gesetzgebungsverfahren auch weiterhin aktiv begleiten. Eingaben und Stellungnahmen Der DStV hat im Berichtszeitraum die nachfolgenden Stellungnahmen und Eingaben verfasst. Sie können unter den angegebenen StBdirekt-Nrn. sowie auf der Homepage des DStV (www.dstv.de ) noch einmal im vollen Wortlaut nachgelesen werden: • Stellungnahme S 06/17 zum Referentenentwurf für eine Vierte Verordnung zur Änderung steuerlicher Vorschriften, StBdirekt Nr. 16901 • Stellungnahme B 04/17 des Arbeitskreises Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung zur Bildung eines Prüfungsurteils und Erteilung eines Bestätigungsvermerks (IDW EPS 400 n.F.), StBdirekt Nr. 16898 • Stellungnahme B 05/17 des Arbeitskreises Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung zur Mitteilung besonders wichtiger Prüfungssachverhalte im Bestätigungsvermerk (IDW EPS 401), StBdirekt Nr. 16899 • Stellungnahme B 06/17 des Arbeitskreises Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung zu den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW EPS 450 n.F.), StBdirekt Nr. 16900 • Stellungnahme S 05/17 zum Entwurf einer Verordnung zur Bestimmung der technischen Anforderungen an elektronische Aufzeichnungs- und Sicherungssysteme im Geschäftsverkehr (Kassensicherungsverordnung – KassenSichV), StBdirekt Nr. 16891 • Stellungnahme R 04/17zum Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG); Überprüfung der Vergütungsregelungen für Sachverständige, StBdirekt Nr. 16858 • Stellungnahme B 02/17 zur Durchführung von Qualitätskontrollen in der Wirtschaftsprüfung (IDW EPS 140 n.F.), StBdirekt Nr. 16825 • Stellungnahme B 03/17 zu Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW EQS 1), StBdirekt Nr. 16826 • Stellungnahme S 04/17 zum Gesetzentwurf der Bundesregierung gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen, StBdirekt Nr. 16823 • Stellungnahme S 03/17 sowie ausgefüllter Fragebogen der EU-Konsultation zur öffentlichen EU-Konsultation über die Sonderregelung für Kleinunternehmen gemäß der Mehrwertsteuerrichtlinie, StBdirekt Nr. 16799 • Stellungnahme S 02/17 sowie ausgefüllter Fragebogen der EU-Konsultation zur öffentlichen Konsultation über das endgültige Mehrwertsteuersystem für den grenzüberschreitenden EU-Handel (B2B-Lieferungen von Gegenständen), StBdirekt Nr. 16784 • Stellungnahme zum Entwurf der Bundesregierung für ein Gesetz zur Neuregelung des Schutzes von Geheimnissen bei der Mitwirkung Dritter an der Berufsausübung schweigepflichtiger Personen (BR-Drs. 163/17), StBdirekt Nr. 16759 Verbändeforum EDV Das Verbändeforum EDV unter Vorsitz unseres Vizepräsidenten StB/vBP Richard Deußen hat in den letzten Monaten folgende Newsletter publiziert. Sie sind sämtlich per E-Mail-Newsletter versendet worden und können unter den angegebenen StBdirekt-Nummern noch einmal im vollen Wortlaut nachgelesen werden. • Lohnabrechnung in der Cloud, StBdirekt Nr. 16859 • Telefonie mit dem Mandanten, StBdirekt Nr. 16764 36

Sonstige Berufspolitik I VerbandsNachrichten 2/2017 SONSTIGE BERUFSPOLITIK Hochkarätige Podiumsdiskussion zum Dienstleistungspaket der EU-Kommission Der Bundesverband der Freien Berufe e.V. führte am 07.03.2017 in der Landesvertretung Hessens in Brüssel eine Podiumsdiskussion zum Dienstleistungspaket der Europäischen Kommission durch. Mit weit über 160 Gästen, darunter Vertreter der europäischen Institutionen sowie insbesondere Repräsentanten der Freien Berufe aus dem deutschsprachigen Raum, war die Veranstaltung sehr gut besucht. Neben Dr. Irmfried Schwimann, Vizedirektorin der Generaldirektion für Binnenmarkt, Unternehmertum und KMU, waren auf dem Podium auch Evelyne Gebhardt, MdEP (S&D/SPD), Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Dr. Andreas Schwab, MdEP (EVP/CDU), binnenmarktpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion und Dr. Karin Hahne, Präsidentin des Verbandes Freier Berufe in Hessen, vertreten. Die unterschiedlichen Diskussionsstränge verknüpfte der Moderator der Veranstaltung, Hendrik Kafsack, EU-Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das Ziel „Mehr Binnenmarkt“, das die EU-Kommission ihrem Maßnahmepaket zugrunde legt, wurde von allen Diskutanten unterstützt. Jedoch dürfe man für den Waren- und den Dienstleistungsmarkt nicht die gleichen Maßstäbe anlegen. Bei hoch qualitativen Dienstleistungen, wie denen der Freien Berufe, herrsche Informationsasymmetrie, so dass der Verbraucher vor qualitativ minderwertigen und fehlerhaft erbrachten Dienstleistungen geschützt werden müsse. Wie dieser Schutz erfolgt, bemesse sich an den nationalen Maßstäben, der Regelungshistorie und dem Schutzbedürfnis der jeweiligen Bevölkerung. Er könne daher besser durch die Mitgliedsstaaten selbst organisiert werden. In Bezug auf Einzelmaßnahmen wurde kontrovers diskutiert, ob anstelle der Einführung neuer Instanzen und Verfahren im Rahmen des Dienstleistungspakets nicht besser die bereits existierenden Instrumente (der Einheitliche Ansprechpartner, das Binnenmarktinformationssystem IMI und der Europäische Berufsausweis) optimiert werden sollten. Barbara Ettinger-Brinckmann, Vizepräsidentin des BFB, resümierte, dass die Debatte über das Paket gerade erst begonnen habe. Bei den Kritikpunkten der Freien Berufe handele es sich mitnichten um bloße Missverständnisse, wie dies Frau Dr. Schwimann behauptete. So sei beispielsweise das von der EU-Kommission angestrengte Vertragsverletzungsverfahren gegen die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure ein deutlicher Fingerzeig dafür, mit welcher Energie der von der EU-Kommission unter dem Vorwand der Deregulierung verfolgte Abbau von qualitätssichernden Bestimmungen forciert werde. Die Diskutanten der Veranstaltung in der Hessischen Landesvertretung in Brüssel // Quelle: Eric Berghen 37

Publikationen

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Seminar- und Veranstaltungsübersicht 02 I 2020
Vorbereitungslehrgang 1 I 2020 auf die Prüfung zum/zur Steuerfachangestellten