Aufrufe
vor 2 Jahren

VerbandsNachrichten 2 I 2018

  • Text
  • Koeln
  • Verbandsnachrichten
  • Steuerberater
VerbandsNachrichten 2 I 2018

VerbandsNachrichten 2/2018 I Aus dem Verbandsleben 3) Veränderte Kommunikation und Überall-Verfügbarkeit Die Digitalisierung macht Beratungsgespräche aber nicht gleich obsolet. Im Gegenteil, die Nachfrage wird steigen, allerdings mit neuen Inhalten. Auch das Vertrauen bleibt wichtig, doch der persönliche Kontakt wird sich verändern. Die Lebens- und Kommunikationsgewohnheiten haben sich durch die Digitalisierung stark gewandelt. Das betrifft sowohl die Bequemlichkeit als auch die Nutzung neuer Medien und Technologien zur Zeit- und Kostenersparnis. So ist es nur logische Konsequenz, dass sich auch die Art des persönlichen Kontakts den privaten Gewohnheiten angleicht. Mandanten wünschen sich beispielsweise bei konkreten Fragen einen direkten Draht in die Kanzlei – aber das Telefon reicht nicht aus. Wenn man Mandanten im Gespräch gleich auch etwas zeigen könnte, ließen sich viele Sachverhalte sofort viel besser erläutern. SteuerBERATER werden deutlich mehr gefordert, vorhandene Informationen jederzeit abrufbar zu haben und selbst überall und in Echtzeit verfügbar zu sein. Neue Technologien, wie Videokonferenzsysteme oder Apps, aber auch das Smartphone werden mehr und mehr in den beruflichen Alltag einziehen. Auch die Auffindbarkeit und Akquise stellen Steuerberater vor neue Herausforderungen. Viele Unternehmer nutzen Suchmaschinen, um Steuerberater zu finden. Eine professionelle Online-Präsenz ist für den ersten Eindruck beim Kunden oft entscheidend. 4) Vorbild sein – Ihre Kanzlei als Musterunternehmen für Ihre Kunden Doch wie schaffen Sie es als Kanzlei Ihre Mandanten glaubwürdig zu beraten? So simpel es auch klingt – nutzen Sie die neuen Technologien selbst. Damit signalisieren Sie nicht nur Ihre Beratungskompetenz, sondern sind auf die veränderten Bedingungen gut vorbereitet! Vorbild sein betrifft also zunächst die Digitalisierung der Kanzlei intern. Ein vollautomatisiertes eigenes Rechnungswesen in der Steuerberatungskanzlei beispielsweise ist nicht nur ein Muss für Ihre Glaubwürdigkeit, sondern auch wegweisend für die Effektivität und Effizienz des eigenen Rechnungswesens. Die Digitalisierung der eigenen Kanzlei ist somit kein Selbstzweck, sondern auch Grundstein für die Einrichtung digitaler Schnittstellen, an die sich der Kunde andocken und mit Ihnen vernetzen kann. 5) Kooperationen mit IT-Anbietern werden unabdingbar Die technischen Anforderungen an Ihre Kanzlei werden steigen. Die Digitalisierung ermöglicht es uns Daten zu sammeln, zu analysieren und neues Beratungspotenzial aus ihnen zu ziehen. Daten haben enorm an Wert gewonnen – sie sind die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts und entscheiden schon heute über Wert, Umsatz und Rentabilität der Kanzlei. Das Datenaufkommen steigt jedoch rapide und muss professionell gemanaged werden. Wenn Sie nicht gleich eigene IT-Profis beschäftigen möchten, suchen Sie sich Kooperationen mit IT-Anbietern, welche Expertise in der Auswahl und Vernetzung digitaler Technologien bereitstellen. 6) Vorreiter sein – wer hinterherläuft, wird es schwer haben Gehen Sie den digitalen Wandel pro-aktiv an. Die Digitalisierung sorgt am Markt auch für Transparenz und Vergleichbarkeit. Wer hinterherläuft, also immer nur das macht, was er gerade machen muss, um zu überleben, wird den Wettbewerb um Marktanteile am Ende verlieren. Gehen Sie vorneweg, bleiben Sie in Bewegung und das im Interesse des Mandanten. 7) Step by Step! Und das Wichtigste zum Schluss. Digitalisierung ist ein Prozess und erfolgt schrittweise. Gehen Sie die Herausforderungen Schritt für Schritt an, beginnen Sie jetzt, halten Sie nach neuen Möglichkeiten Ausschau und bauen Sie sie stetig und konstant aus. So werden Sie den Wettbewerb überholen, Ihre Kunden zu „Fans“ machen und dauerhaft am Markt bestehen. 14

Aus dem Verbandsleben I VerbandsNachrichten 2/2018 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Frühjahr 2018 Antonie Schweitzer, Köln „Dieser Gedanke muss auch für mittlere und kleine Kanzleien ausgebaut werden …“. Die Ansprüche junger Mitarbeiter an den Arbeitgeber sind gestiegen, erläuterte er. „Sie achten heute stärker auf Entwicklungsmöglichkeiten in der Kanzlei. Gleichzeitig wird eine Flexibilisierung der Arbeitszeit erwartet.“ Über mangelndes Interesse von Seiten der Medien konnte sich der Steuerberater-Verband Köln im ersten Halbjahr 2018 nicht beklagen. Nicht nur die regionale Presse im Regierungsbezirk Köln, auch überregionale Medien wie das Handelsblatt holten seine Expertise ein. Anlässlich eines Beitrags über „Top Steuerberater“ äußerte sich StB/WP Harald Elster als Präsident des Steuerberater-Verbandes Köln und des Deutschen Steuerberaterverbandes im Handelsblatt zu den aktuellen Herausforderungen des Berufsstandes. Im Zuge der Digitalisierung der Arbeitsprozesse hätten vor allem kleinere Kanzleien in ländlichen Regionen Wettbewerbsnachteile aufgrund des schleppenden Breitbandausbaus. Allerdings eröffnet der technische Wandel auch neue Entwicklungspotentiale: „Die betriebswirtschaftliche Beratung nimmt immer mehr Raum ein“, stellte der Präsident fest. „Wir sind für unsere Mandanten inzwischen auch als Digitalisierungscoach tätig und werden somit zu Gestaltern des digitalen Wandels“. RA Dr. Dominik Scheuerer, Hauptgeschäftsführer des Steuerberater-Verbandes Köln, äußerte sich in derselben Ausgabe über den „Wettlauf der Talente und die Schwierigkeit, fachlich qualifiziertes Personal für Steuerberaterkanzleien zu finden. Dies betrifft sowohl den Bereich der Mitarbeiter als auch zunehmend den Bereich der Berufsangehörigen.“ Um Nachwuchs zu rekrutieren, verstärken große Kanzleien ihre Präsenz auf Ausbildungsmessen und an den Hochschulen, stellte Dr. Scheuerer fest. In der AKTIV Wirtschaftszeitung des Instituts der Deutschen Wirtschaft beantwortete StB/WP Gero Hagemeister, Vizepräsident des Steuerberater-Verbandes Köln, die Frage: „Wie kommt der Arbeitnehmer günstig an sein Dienstrad?“ Die Antwort lautet: „Sparen durch Entgeltumwandlung“, wie er am praktischen Beispiel erläuterte. Für die private Nutzung werden allerdings Steuern in Höhe von 1 Prozent des Listenpreises fällig, auch noch einmal bei einer Übernahme am Ende der Leasingperiode, erläuterte der Vizepräsident. Obwohl die Schlussrate häufig nur bei 10 Prozent des Listenpreises liegt, berechnet das Finanzamt den Restwert nach drei Jahren Nutzung noch mit 40 Prozent. „Die 30 Prozent Bewertungsunterschied müssen dann als geldwerter Vorteil zusätzlich versteuert werden“. Einen „Appell an die neue Regierung“ richtete Präsident Elster schließlich in der Sonderbeilage „Geld, Vermögen, Finanzen“ des General-Anzeigers und plädierte für eine vollständige – und nicht nur schrittweise – Abschaffung des Solidaritätszuschlages. Er sprach sich weiterhin für eine Reform der Unternehmenssteuer und der Grundsteuer aus. Ein Interview, das ein Redakteur der Wirtschaftswoche am 09. Mai mit Präsident Elster zum Thema Sachspenden führte, war bei Redaktionsschluss der VerbandsNachrichten noch nicht erschienen. Wie jedes Jahr im Frühjahr fanden weiterhin unsere Telefonaktionen in den Aachener Nachrichten/der Aachener Zeitung, im Express und General-Anzeiger statt. Der Kölner Stadt-Anzeiger hatte es vorgezogen, seinen Lesern bereits im Januar die begehrten und kostenfreien Serviceleistungen des Steuerberater-Verbandes Köln anzubieten. Dieser hat sich als Kooperationspartner der regionalen Medien zum Thema Steuern in den letzten Jahren fest etabliert, wie die ausführlichen Vor- und Nachberichte dokumentieren. 15

Publikationen

Seminar- und Veranstaltungsübersicht 04 I 2020
Steuerfachwirtprüfung - Vorbereitungslehrgang auf die Qualifikationsprüfung
Vorbereitungslehrgang auf die Prüfung zum/zur Steuerfachangestellten
Steuerberaterlehrgang 2020
Die neue StBVV – Alle Änderungen im Überblick
Referentenentwurf des Bundesministeriums der Finanzen