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VerbandsNachrichten 2 I 2018

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VerbandsNachrichten 2 I 2018

VerbandsNachrichten 2/2018 I Sonstige Berufspolitik Die Genossenschaft war von Anfang an bei der Entwicklung des DiFin und der im Juni 2017 gestarteten Pilotphase dabei. DATEV-Anwender haben im Rahmen dieser Pilotphase ca. 350 erfolgreiche Übermittlungen an Sparkassen, Genossenschaftsbanken sowie die Institute UniCredit Hypovereinsbank, Commerzbank, Deutsche Bank und Deutsche Bundesbank vorgenommen. DATEV-Software ist somit startklar für den effizienteren Datenaustausch mit der Finanzwirtschaft. Im Rahmen der Testphase für den Digitalen Finanzbericht wurden auch rechtliche Fragen geklärt, die zuvor bei Kammern und Verbänden intensiv diskutiert worden waren. So kann eine Bank bzw. Sparkasse erst dann an dem Verfahren teilnehmen, wenn sie die Haftungsklarstellungserklärung dazu abgegeben hat, mit der unter anderem zugesichert wird, dass Steuerberater bei der elektronischen Übermittlung nicht schlechter gestellt werden als bisher bei Einreichung in Papierform. Mandanten müssen gegenüber ihrem Kreditinstitut eine Teilnahme- und Verbindlichkeitserklärung (TVE) der digital übermittelten Jahresabschlüsse abgeben und damit ggf. die Kanzlei als Absender gegenüber der Bank bzw. Sparkasse autorisieren. Mustervordrucke dazu und weitere Informationen finden Interessierte unter www.digitaler-finanzbericht.de . DiFin-Verfahren wird für „Rückkanal“ weiterentwickelt Die Initiative für den Einstieg in das DiFin-Verfahren geht in der Regel vom Kreditinstitut über das berichtende Unternehmen aus. Der Mandant beauftragt dann die Kanzlei mit der Umstellung der Übermittlung der Jahresabschlussunterlagen vom heutigen PDF- oder Papierversand auf die Einreichung per Digitalem Finanzbericht. Natürlich können umgekehrt auch Steuerberater ihre Mandanten darauf ansprechen und damit ihre Beratungskompetenz unterstreichen. Der Digitale Finanzbericht ist der Einstieg in die konsequente Digitalisierung der kaufmännischen Prozesse und des Datenaustausches in der Beziehung Kanzlei – Mandant – Bank. Deshalb wird das DiFin-Verfahren weiterentwickelt. DATEV setzt sich für die Errichtung eines so genannten Rückkanals ein, über den dann auch Daten der Kreditinstitute, wie zum Beispiel Zins- und Tilgungspläne, an die Unternehmen und Kanzleien digital übermittelt werden können. Dadurch würde sich die Kanzlei dann die Zeit für die monatliche Verbuchung von Darlehensraten und die Ermittlung der Restlaufzeitvermerke für den Jahresabschluss sparen. Darüber hinaus unterstützt das Verfahren mit Rückkanal bei der Erstellung einer Qualitätsbuchhaltung als Grundlage für zusätzliche Betriebswirtschaftliche Beratung. Auf den Seiten www.datev.de/digitaler-finanzbericht stellt DATEV weiterführende Informationen zum DiFin, insbesondere zur programmseitigen Unterstützung, sowie eine Beschreibung der wesentlichen Prozessschritte für eine Teilnahme zur Verfügung. Auf der offiziellen Webseite des Digitalen Finanzberichts befindet sich eine stets aktuelle Liste der Kreditinstitute, die bereits auf das neue Verfahren umgestellt haben: www.digitaler-finanzbericht.de/participants . Die Genossenschaft hatte bisher eigenständige Lösungen zur Abschlussdatenübermittlung an Sparkassen und Genossenschaftsbanken angeboten. Der DiFin ist nun ein standardisiertes Verfahren für alle Kreditinstitute in Deutschland, dem sich alle IT-Dienstleister und Softwareanbieter anschließen können. 50

Sonstige Berufspolitik I VerbandsNachrichten 2/2018 Kurzauswertung des BFB zum Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD I. Vorbemerkung CDU/CSU und SPD haben am 07.02.2018 ihr Konzept für einen Koalitionsvertrag mit dem Titel „Ein neuer Aufbruch für Europa – Eine neue Dynamik für Deutschland – Ein neuer Zusammenhalt für unser Land“ vorgestellt. Der Koalitionsvertrag enthält das geplante Arbeitsprogramm. Der Bundesverband der Freien Berufe hat die Inhalte zusammengestellt, die die Freien Berufe betreffen. II. Freie Berufe • „Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und steht weltweit für hohe Qualitätsstandards. Selbstständige, Familienunternehmen, Freie Berufe und Handwerk schaffen mit Abstand die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Allgemeinwohl. Wir wollen ihre Leistung künftig noch stärker öffentlich anerkennen und fördern. Der Mittelstand prägt Kultur und Selbstverständnis der deutschen Wirtschaft und leistet einen starken Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes.“ • „Freie Berufe sind ein wichtiges Element unserer Wirtschaft. Sie stehen für Vielfalt und unternehmerische Verantwortung. Wir werden uns für die Belange der Freien Berufe einsetzen und darauf hinwirken, dass die hohen Qualitätsstandards und die Unabhängigkeit freiberuflicher Dienstleistungen auch im europäischen Kontext angemessen berücksichtigt werden.“ Zuvor steht (allerdings mit Bezug auf das Handwerk): „Auf europäischer Ebene setzen wir uns weiter für den Fortbestand bewährter Qualifikationsstandards ein und lehnen die Einführung des Herkunftslandprinzips ab.“ • „Stärken unseres Gesundheitswesens sind die Freiberuflichkeit der Heilberufe, freie Arzt- und Krankenhauswahl, die Therapiefreiheit und gut qualifizierte Gesundheitsberufe.“ • „Um die Apotheken vor Ort zu stärken, setzen wir uns für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein.“ • „Sowohl die ambulante Honorarordnung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (EBM), als auch die Gebührenordnung der Privaten Krankenversicherung (GOÄ) müssen reformiert werden. Deshalb wollen wir ein modernes Vergütungssystem schaffen, das den Versorgungsbedarf der Bevölkerung und den Stand des medizinischen Fortschritts abbildet. Dies bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung. Die Bundesregierung wird dazu auf Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums eine wissenschaftliche Kommission einsetzen, die bis Ende 2019 unter Berücksichtigung aller hiermit zusammenhängenden medizinischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen Vorschläge vorlegt. Ob diese Vorschläge umgesetzt werden, wird danach entschieden.“ • „Um den sozialen Schutz von Selbständigen zu verbessern, wollen wir eine gründerfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht für alle Selbständigen einführen, die nicht bereits anderweitig obligatorisch (z.B. in berufsständischen Versorgungswerken) abgesichert sind. Grundsätzlich sollen Selbstständige zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und – als Optout-Lösung – anderen geeigneten insolvenzsicheren Vorsorgearten wählen können. Wobei diese insolvenz- und pfändungssicher sein und in der Regel zu einer Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus führen müssen.“ • „Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ist ein unverzichtbares Instrument zur Sicherung von Bauqualität und Baukultur und Voraussetzung eines fairen Leistungswettbewerbs. Wir werden uns für den Erhalt in Deutschland auf europäischer Ebene einsetzen. Wir wollen die hohe Qualität der Ausbildung von Architekten und Ingenieuren auch künftig sicherstellen.“ • „Wir bekennen uns zu den Kammern und den rechtlichen Grundlagen des bestehenden Kammerwesens. Die Kammern müssen einen spürbaren Beitrag zur Stärkung ihrer Akzeptanz bei den Mitgliedsunternehmen leisten. Wir bestärken sie darin, ihre Leistungen inklusive der Servicequalität für die Mitgliedsunternehmen weiterzuentwickeln und zu verbessern.“ (Der BFB hat zu dieser Passage erste Informationen eingeholt. Dem Vernehmen nach bezieht sie sich vor allem auf den Wirkkreis der IHKn.) III. Arbeitsmarkt • Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll um 0,3 Prozentpunkte sinken. • Nationale Weiterbildungsstrategie inklusive Baustein Digital-Kompetenz, um lebenslanges Lernen zu fördern; Weiterbildungsprogramme von Bund und Ländern bündeln. • Arbeitgeber mit mehr als 75 Beschäftigten sollen nur noch maximal 2,5 Prozent der Belegschaft für die Dauer von 18 Monaten sachgrundlos befristen können. • Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit für Unternehmen ab 45 Mitarbeitern einführen. IV. Bildung • Eine Milliarde Euro für BAföG-Reform; 600 Millionen Euro für verbesserte Ausstattung von Universitäten; Qualitätspakt Lehre verstetigen; Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern fortsetzen sowie um Digitalisierung und Lehrerausbildung für berufliche Schulen erweitern; Fachhochschulen stärken; „Masterplan Medizinstudium 2020“ eng begleiten. • Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für alle Kinder im Grundschulalter; Länder bei Investitionen in die Bildungsinfrastruktur, insbesondere Ganztagsschul- und Betreuungsangebote, unterstützen. • Digitale Bildungsoffensive; Digitalpakt entsprechend ausstatten. • Attraktivität der beruflichen Bildung steigern; Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung; berufliche Bildung mit Berufsbildungspakt stärken; Ausstattungsoffen- 51

Publikationen

Seminar- und Veranstaltungsübersicht 04 I 2020
Steuerfachwirtprüfung - Vorbereitungslehrgang auf die Qualifikationsprüfung
Vorbereitungslehrgang auf die Prüfung zum/zur Steuerfachangestellten
Steuerberaterlehrgang 2020
Die neue StBVV – Alle Änderungen im Überblick
Referentenentwurf des Bundesministeriums der Finanzen