Aufrufe
vor 2 Jahren

VerbandsNachrichten 2 I 2018

  • Text
  • Koeln
  • Verbandsnachrichten
  • Steuerberater
VerbandsNachrichten 2 I 2018

VerbandsNachrichten 2/2018 I Sonstige Berufspolitik sive für berufliche Schulen; Mindestausbildungsvergütung im Berufsbildungsgesetz, ab 2020 in Kraft, verankern; mehr Betriebe für Ausbildung gewinnen; transparente berufliche Fortbildungsstufen mit finanziellem Förderangebot schaffen; höhere Berufsbildung und duales Studium stärken. • Durchlässigkeit und Synergien zwischen beruflicher und akademischer Bildung in beide Richtungen fördern; mehr Aufstiegs- und Weiterbildungsstipendien. • Allianz für Aus- und Weiterbildung mit dem Ziel weiterentwickeln, allen jungen Menschen einen qualitativ hochwertigen Ausbildungsplatz garantiert anzubieten; stärker auf digitale Fort- und Weiterbildung ausrichten. Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags zur „Stärkung der beruflichen Bildung zur Sicherung des Fachkräftebedarfs“ einrichten. • Berufsorientierung stärken. • Schnellere Modernisierung der Ausbildungsordnungen und Berufsbilder. • „Initiative Berufsbildung 4.0“ ausbauen. V. Digitalisierung • Flächendeckender Ausbau mit Gigabit-Netzen bis 2025; Wechsel zur Glasfaser. • Deutschland soll zum Vorreiter bei der Einführung digitaler Innovationen in das Gesundheitssystem werden. • Vermittlung digitaler Fähigkeiten als Schlüsselkompetenz für alle Altersgruppen, darauf ausgerichtete Weiterbildungskultur etablieren. • Moderne, digitale Verwaltung; digitales Portal für Bürger und Unternehmen für einfachen, sicheren und mobilen Zugang zu allen Verwaltungsdienstleitungen, bei geplant einmaliger Dateneingabe und verknüpftem „Bürgerkonto“ zur Ein- und Übersicht; eGovernmentAgentur, die für alle föderalen Ebenen Standards sowie Pilotlösungen entwickelt. • Rechtsrahmen, der Bürgerrechte garantiert, einen Ausgleich von Freiheit und Sicherheit leistet und gleichzeitig mehr Innovationen ermöglicht. • „Freiwilliges Soziales Jahr Digital“ bei gemeinnützigen Einrichtungen einführen. • „Building Information Modeling“ (BIM) baldmöglichst bei allen neu zu planenden Verkehrsinfrastrukturprojekten zur Anwendung bringen. • Personengesellschaftsrecht im Zuge der Digitalisierung reformieren, flankiert von Expertenkommission. VI. Datenschutz • Transatlantischen Datenaustausch auf Grundlage des EU/US Privacy Shield erhalten. • Daten als Treibstoff für Innovationen und neue Dienste; hohen Datenschutzstandard Europas und Deutschlands erhalten. • Hohes Schutzniveau für die Vertraulichkeit von Kommunikationsdaten bei der E-PrivacyVerordnung und zugleich Spielraum für Innovation und digitale Geschäftsmodelle erhalten. • Z.B. Unternehmen sollen bei digitalen Innovationen beratenden Ansprechpartner für Datenschutzfragen erhalten; innovationsfreundliche Anwendung der Datenschutzgrundverordnung. • Daten-Ethikkommission einrichten. • Mehr Sicherheit im Cyberraum, Ordnungsrahmen mit IT-Sicherheitsgesetz 2.0 weiterentwickeln. • Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als Beratungsstelle für KMU ausbauen. VII. Bürokratieabbau • Bürokratieabbaugesetz III um v.a. Statistikpflichten verringern. • „One in, one out“-Prinzip einführen, auch auf europäischer Ebene. VIII. Europa • Handlungsfähigkeit der EU sowie des Europäischen Parlaments stärken; höhere Beiträge Deutschlands zum EU-Haushalt. • Deutsch-französische Zusammenarbeit stärken und erneuern. • „Gelebte Subsidiarität“ wird herausgestellt. • Mehr Vergleichbarkeit von Bildungsstandards in der EU. • Steuerdumping soll unterbunden werden; gemeinsame, konsolidierte Bemessungsgrundlage und Mindestsätze bei den Unternehmenssteuern werden unterstützt; deutsch-französischen Wirtschaftsraum mit einheitlichen Regelungen v.a. im Bereich des Unternehmens- und Konkursrechts und zur Angleichung der Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer entwickeln; Finanztransaktionssteuer einführen. • Einheitliche Regelungen für den zu vollendenden digitalen Binnenmarkt; einheitliche europäische Definition von Start-Ups. • Freizügigkeit von Daten als fünfte Dimension der Freizügigkeit im digitalen Binnenmarkt verankern. • Zuständigkeitsverteilung zwischen der EU-Ebene und der Ebene der Mitgliedstaaten erörtern, um die vordringliche Verwirklichung des einheitlichen Binnenmarkts in den Branchen zu ermöglichen, in denen eine besonders hohe Wertschöpfung durch Digitalisierung absehbar ist. IX. Gründung/Nachfolge • Zügigere Gründung etwa durch „One-Stop-Shop“; Bürokratiebelastung auf Mindestmaß reduzieren; in den ersten beiden Jahren Unternehmen von der monatlichen Voranmeldung der Umsatzsteuer befreien. • Finanzierungsinstrumente von Gründungen und für das Wachstum junger Unternehmen weiterentwickeln und, wo passend, auch für Nicht-Akademiker öffnen sowie um neue Instrumente ergänzen. • Frauen Gründungen erleichtern. • „Social Entrepreneurship“ als ein Förderschwerpunkt. • Renten- und Krankenversicherungsbeiträge gründerfreundlich ausgestalten. X. Fachkräftesicherung • Fachkräftestrategie, um inländische, innereuropäische und internationale Potenziale zu heben; Qualifizierung; berufsbezogene Weiterbildung. 52

Sonstige Berufspolitik I VerbandsNachrichten 2/2018 • Fachkräfteeinwanderungsgesetz, maßgeblich sind Bedarf, Qualifikation, Alter, Sprache sowie der Nachweis eines konkreten Arbeitsplatzes und die Sicherung des Lebensunterhalts. • Als Fachkräfte gelten Hochschulabsolventen und Einwanderer mit qualifizierter Berufsausbildung bzw. ausgeprägten berufspraktischen Kenntnissen; Gleichwertigkeitsprüfung der beruflichen bzw. akademischen Qualifikationen der Fachkräfte soll möglichst ohne lange Wartezeiten erfolgen. • „3 + 2“-Jahresregelung für ausländische Auszubildende. XI. Gesundheit • Zusammenarbeit und Vernetzung im Gesundheitswesen ausbauen, dazu Bund-LänderArbeitsgruppe unter Einbeziehung der Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag einrichten. • Parität bei den Beiträgen zur Gesetzlichen Krankenversicherung wiedereinführen, Parität auch bei Zusatzbeitrag. • EBM/GOÄ siehe oben „I. Freie Berufe“. • Nationales Gesundheitsportal, mit dem sich Patienten im Internet über medizinische Fragestellungen und Strukturen des Gesundheitswesens informieren können. • Mindestkrankenversicherungsbeiträge durch halbierte Bemessungsgrundlage für kleine Selbstständige reduzieren. XII. Rente/Altersvorsorge • „Drei-Säulen-Modell“ bleibt, private Altersvorsorge weiterentwickeln und „gerechter“ gestalten. • Säulenübergreifende Renteninformation einführen, unter Aufsicht des Bundes stehend. • Altersvorsorge Selbstständiger siehe oben „II. Freie Berufe“. XIII. Finanzen/Steuern • Vorausgefüllte Steuererklärung für alle Steuerpflichtigen bis zum Veranlagungszeitraum 2021 angestrebt. • Solidaritätszuschlag schrittweise abschaffen, ab 2021 mit einem ersten Schritt im Umfang von zehn Milliarden Euro beginnen. Dadurch sollen rund 90 Prozent aller Zahler des Solidaritätszuschlags durch eine Freigrenze (mit Gleitzone) vollständig vom Solidaritätszuschlag entlastet werden. • Steuerbelastung nicht erhöhen. • Weiterhin alle zwei Jahre einen Bericht zur Entwicklung der kalten Progression vorlegen und Einkommensteuertarif entsprechend bereinigen. • Prüfen, zugunsten digitaler Innovationsgüter die Abschreibungstabellen zu überarbeiten. XIV. Weiteres • Gleichstellung von Frauen und Männern; Wirksamkeit des Gesetzes für mehr Frauen in Führungspositionen verbessern; Bundesgremienbesetzungsgesetz weiterentwickeln, so dass der Bund bereits für Gremien, für die er lediglich zwei Mitglieder zu bestimmen hat, die geltende Quotierungsregelung beachten soll. • Künstlersozialversicherung erhalten und abgabepflichtige Verwerter um digitale Plattformen erweitern, die kommerzielle Verwertung künstlerischer Leistungen ermöglichen. • Rechtsposition der Urheber stärken und „gerechten“ Interessenausgleich zwischen Kreativen und Unternehmen der Kulturwirtschaft, Plattformen und Nutzern herbeiführen. • Für Rechtsdurchsetzung durch Digitalisierung, insbesondere bei „smart contracts“, soll die Entwicklung der automatischen Vertragsentschädigung gefördert und rechtssicher gestaltet werden. • Im Vergaberecht die Zusammenführung von Verfahrensregeln für die Vergabe von Liefer- und Dienstleistungen einerseits und von Bauleistungen andererseits in einer einheitlichen Vergabeverordnung prüfen. • Planungs- und Genehmigungsrecht umfassend auf Beschleunigungs- und Entbürokratisierungsmöglichkeiten überprüfen und Potenziale auch auf EU-Ebene anvisieren. • Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft für den Innovationsstandort Deutschland nutzen. • Meisterbrief erhalten und verteidigen. (Quelle: www.freie-berufe.de/aktuelles/freie-berufe-imkoalitionsvertrag ) 12,5 % der Azubis haben ausländische Wurzeln Die Bundesregierung hat am 18. April 2018 den Berufsbildungsbericht 2018 verabschiedet, dieser wird flankiert von einem Datenreport, der vertieftes Zahlenmaterial liefert. Die Ergebnisse für die Freien Berufe weisen aus, dass die Freien Berufe mit 12,5 % den höchsten Ausländeranteil unter allen Ausbildungsbereichen aufweisen. Der Anteil der Auszubildenden mit Migrationshintergrund dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Zum Vergleich: Bei Industrie und Handel sind es 6,3 % und beim Handwerk 8,8 %. (Quelle: www.freie-berufe.de/aktuelles ) 53

Publikationen

Steuerfachwirtprüfung - Vorbereitungslehrgang auf die Qualifikationsprüfung
Vorbereitungslehrgang auf die Prüfung zum/zur Steuerfachangestellten
Steuerberaterlehrgang 2020
Mitglieder werben Mitglieder
Flyer Arbeitskreis Junge Steuerberater
Referentenentwurf des Bundesministeriums der Finanzen