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Geschäftsbericht 2018 I 2019

Geschäftsbericht 2018 I 2019

Geschäftsbericht 2018/2019 I Steuerberater-Verband e.V. Köln I Verbandsaktivitäten Neujahrsempfang 2019 Steuerberater-Verband e.V. Köln Akademie für Steuer- und Wirtschaftsrecht Zum traditionellen Neujahrsempfang am 12. Januar im Hotel Excelsior, Köln, begrüßte Präsident Harald Elster etwa 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien. Auch zahlreiche Repräsentanten der großen Parteien, der berufsständischen Institutionen und Kammern, der Finanzverwaltung und Gerichtsbarkeit waren der Einladung wieder gefolgt. Neujahrsansprache des Präsidenten Präsident Elster äußerte sich besorgt über die „vielfältigen Krisenzeichen unserer Zeit“. Die innen- und außenpolitische Situation sei instabil. Das deutsche Parteiengefüge werde immer unübersichtlicher und unberechenbarer. Der Brexit und der von Donald Trump inszenierte Handelskrieg gefährdeten den internationalen Warenaustausch wie auch unsere Reisegewohnheiten. Eindringlich warnte der Präsident davor, eine Meldepflicht für innerstaatliche Steuergestaltungen einzuführen. Aus Sicht des steuerberatenden Berufs müsse die Sicherstellung des Steuergeheimnisses gewährleistet sein. „Im Klartext handelt es sich bei den innerstaatlichen Steuergestaltungsmitteilungen um ein Reparaturgesetz zugunsten des deutschen Steuergesetzgebers“, so die kritischen Worte des Präsidenten. „Eine innerstaatliche Anzeigepflicht wird vom Berufsstand und auch von mir abgelehnt.“ 16

Verbandsaktivitäten I Steuerberater-Verband e.V. Köln I Geschäftsbericht 2018/2019 Ansprache des Festredners, Tom Buhrow „Das waren die Tagesthemen, morgen ist ein neuer Tag“, lautete häufig das Schlusswort von Tom Buhrow, Intendant des Westdeutschen Rundfunks, im Anschluss an die Tagesthemen; und optimistisch äußerte er sich auch in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang: „Wir leben in der besten aller Zeiten, die Beschäftigungsquote beträgt aktuell 80 %, davon träumten Sozialromantiker in den 70er Jahren“, betonte Buhrow. Der WDR-Intendant brach eine Lanze für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk und die hierfür zu leistenden Gebühren, indem er auf die hohen Produktionskosten des Senders einging. Ein Tatort koste immerhin 1,6 Mio. €, und die Kosten trage der Beitragszahler. Man strenge sich jedoch an, mit den Rundfunkgebühren effizient und kontrolliert umzugehen. Die entscheidende Schlacht werde dabei im Bereich der Informations- und Diskussionssendungen geschlagen. Lokalzeit, Aktuelle Stunde und Tagesthemen seien wichtig, aber auch Sport und Musik. Jedem Einzelnen jeden Tag etwas Wertvolles zu bieten, mit den Menschen in NRW einmal am Tag in Kontakt zu kommen – in der Information oder Unterhaltung – hierin bestehe der Kernauftrag des Senders. Tom Buhrow richtete einen eindeutigen Appell an das Auditorium: „Wenn wir von Ihnen bezahlt werden wollen, müssen wir Sie überzeugen, dass das Geld bei uns gut angelegt ist“, und fügte hinzu: „Wir brauchen auch Sie!“ Bei dem anschließenden Empfang gaben die sehr unterschiedlichen Redebeiträge viel Stoff für einen lebhaften Gedankenaustausch. Steuerberater-Verband e.V. Köln Akademie für Steuer- und Wirtschaftsrecht 17

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