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Steuertipps zum Jahresende

Steuertipps zum Jahresende

Bei Neuanlagen, die nach

Bei Neuanlagen, die nach dem 31.12.2021 in Betrieb genommen werden, ist der Antrag bis zum Ablauf des Veranlagungszeitraums zu stellen, der auf das Jahr der Inbetriebnahme folgt. Bei Altanlagen (Inbetriebnahme vor dem 31.12.2021) ist der Antrag bis zum 31.12.2022 zu stellen. Vor 2004 in Betrieb genommene Anlagen – sog. ausgeförderte Anlagen – können frühestens nach 20 Jahren Betriebsdauer zur Liebhaberei übergehen. In diesen Fällen ist der Antrag bis zum Ablauf des Veranlagungszeitraums zu stellen, der auf den Veranlagungszeitraum folgt, in dem letztmalig die erhöhte garantierte Einspeisevergütung gewährt wurde. Aber Achtung: Die Vereinfachung betrifft nur die Ertragsbesteuerung. Sie gilt nicht für die Umsatzbesteuerung. Der „gelbe Schein“ wird digital Beschlossen war es schon länger. 2022 ist es nun so weit: Arbeitgeber müssen nicht mehr auf den Krankenschein in Papierform warten. Die Krankenkassen informieren sie vielmehr auf Abruf elektronisch über Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit der gesetzlich versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Arbeitszeit bei Mini-Jobs im Blick behalten Der Mindestlohn steigt wieder. Ab 1.1.2022 beträgt er 9,82 € pro Stunde. Er steigt in einem weiteren Schritt zum 1.7.2022 auf 10,45 € brutto je Zeitstunde. Arbeitgeber, die Minijobber zu einem Monatslohn von 450 € beschäftigen, sollten deren Arbeitszeit überprüfen. Die Anhebung des Stundenlohns kann ohne Überprüfung bzw. Anpassung der Arbeitszeit dazu führen, dass der sozialversicherungsfreie Minijob in Gefahr gerät. Gründer haben weiterhin mehr Zeit für die Umsatzsteuervoranmeldung Bis 2020 waren Unternehmer, die ihre berufliche oder gewerbliche Tätigkeit aufgenommen haben, im laufenden und folgenden Jahr zur Abgabe von monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen verpflichtet. Der Aufwand hat seit 2021 zumindest befristet ein Ende. Für die Besteuerungszeiträume 2021 bis 2026 wird diese Regelung ausgesetzt. Sofern die voraussichtlich zu entrichtende Umsatzsteuer 7.500 € nicht übersteigt, reicht die vierteljährliche Übermittlung der Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt.

Bis Jahresende - degressive AfA sichern Unternehmer können für ein noch in diesem Jahr angeschafftes Wirtschaftsgut des Anlagevermögens wählen, ob sie dieses linear, also in gleichen Jahresbeträgen, oder degressiv abschreiben möchten. Durch eine degressive Abschreibung erhöht sich in den ersten Jahren das Abschreibungsvolumen. In Folge mindert sich die Steuerlast und schafft so Liquiditätsspielräume. Eigentlich hatte der Gesetzgeber steuerlich die degressive Abschreibung (AfA) 2011 abgeschafft. Aber im Zuge der steuerlichen Corona-Hilfsmaßnahmen hat er sie für entsprechende Anschaffungen nach dem 31.12.2019 und vor dem 1.1.2022 wieder eingeführt. Mit dem Optionsmodell steuerlich zur Körperschaftsteuer Personenhandels- und Partnerschaftsgesellschaften können sich im neuen Jahr steuerlich wie eine Körperschaft behandeln lassen. Zivilrechtlich bleiben sie jedoch weiterhin Personengesellschaft. Ein entsprechender Antrag muss bis Ende November 2021 gestellt werden. Aber Achtung! Die Entscheidung hat weitreichende Folgen. Ob sie im Einzelfall vorteilhaft ist, sollte dringend vorab ausführlich mit einem Steuerberater besprochen werden. Bei Fragen wenden Sie sich an einen Steuerexperten in Ihrer Nähe. Nutzen Sie hierfür gern den Steuerberater-Suchservice des Deutschen Steuerberaterverbands e.V. unter: www.steuerberater.de. Kurzportrait: Der Steuerberater-Verband e.V. Köln Der Steuerberater-Verband e.V. Köln wurde am 12. November 1947 gegründet. Heute sind über 3.400 Angehörige der steuerberatenden und prüfenden Berufe, Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, vereidigte Buchprüfer, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und entsprechende Gesellschaften Mitglieder des Verbandes. Der Einzugsbereich des Steuerberater-Verbandes e.V. Köln entspricht dem Bezirk des Regierungspräsidenten Köln. Der Verband gliedert sich in die folgenden zehn Bezirke: Aachen, Bonn, Düren-Jülich, Euskirchen-Schleiden, Köln, Oberberg, Rheinisch-Bergischer-Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Selfkant und Siegburg. Er ist neben weiteren 15 Landes- bzw. Regionalverbänden Mitglied im Deutschen Steuerberaterverband e.V., der in Berlin ansässigen Spitzenorganisation des steuerberatenden Berufs auf privatrechtlicher Ebene. Der Verband bietet über seine Tochtergesellschaft, der Akademie für Steuer- und Wirtschaftsrecht, umfangreiche Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten an, die einerseits den Berufsnachwuchs betreffen, andererseits insbesondere auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Mitglieder des Verbandes zugeschnitten sind. Die Akademie führt nicht nur Lehrgänge für angehende Steuerberater durch, sondern auch für die Qualifizierung der Mitarbeiter.

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