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VerbandsNachrichten 1 I 2017

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VerbandsNachrichten 1 I 2017

VerbandsNachrichten 1/2017 I Aus dem Verbandsleben Unternehmen sichern, verschenken und vererben Praxisseminar Recht in der IHK Bonn/Rhein-Sieg am 31.01.2017 Antonie Schweitzer, Köln „Nach der Reform der Erbschaftsteuer wird in vielen Unternehmen darüber nachgedacht, wie man den Betrieb für die Zukunft sichern kann“, so begrüßte Detlev Langer, Geschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg, die Teilnehmer am Praxisseminar Recht. Ein komplexes Thema, das Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater unter verschiedenen Aspekten beschäftigt. Es wirft Fragen nach dem korrekten und vollständigen Testament, nach steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten durch Schenkung und/ oder Vererbung auf sowie nach Handlungsvollmachten. Unbedingt empfehlenswert: die Planung für den Notfall – und zwar rechtzeitig, spätestens ab 50! „Wer klare Verhältnisse will, muss ein Testament machen“, betonte RA/FAErbR Franz M. Große-Wilde, Leiter der ArGe Erbrecht im Bonner Anwaltverein und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Erbrechtskunde, in seinem Impulsvortrag. Andernfalls bilden sich Erbengemeinschaften und drohen Auseinandersetzungen. Aktuell haben nur 29 % der volljährigen Deutschen ein Testament, selbst unter über Sechzigjährigen sind es nur 57 %! Notar Michael Uedings, Vorstand der Rheinischen Notarkammer Köln, skizzierte an unterschiedlichen Familienkonstellationen die Fallstricke der gesetzlichen und testamentarischen Erbfolge. Er ging auf die Vor- und Nachteile der „lebzeitigen Zuwendung“ ein und stellte die Themen Erbvertrag, Erbschaftsteuerklassen, -sätze und die angemessene Strategie in den Fokus. Das Unternehmertestament sollte folgende Faktoren berücksichtigen: Unternehmensform, Art und Anzahl der Nachfolger, sonstige Versorgungs-, Familien-, Vermögenssituation; Gegenstand, Art und Aufteilbarkeit des sonstigen Vermögens, Betriebs- und Privatvermögen. „Steuerliche Risiken und Gestaltungspotentiale bei der Übertragung von Betriebsvermögen“ war das Thema von VP WP/ StB Dipl.-Kfm. Gero Hagemeister unter Mitwirkung von WP/StB Volker Wogeck, KHS AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Am Anfang stehen die Fragen: Warum? Was? Wann? Wie? An wen? Anschließend geht es um steuerlich relevante Details: Grund und Boden, Anforderungen der Bank, Unterbeteiligung, Kaufpreismodalitäten, Earn-Out, Fördermittel, Fremdfinanzierung, Kapital- oder Personengesellschaft, Garantien, Share-Deal und Asset- Deal. Wie gehe ich mit der Steuerwirkung aus der Transaktion um: der Steuerlast des Verkäufers, dem Veräußerungsgewinn, Anpassungsklauseln, Zahlungsplan und der Steuerminderung des Käufers durch Anpassungskosten, Abschreibungen, Finanzierungskosten und Verlustvorträgen? Klärung bedarf weiterhin der angemessene Kaufpreis, die Möglichkeit der Schenkung und Verteilung, die Zurückbehaltung einzelner Wirtschaftsgüter und gegebenenfalls ein Beratervertrag. „Hätten wir es nur gewusst! Über die Vereinbarkeit von Erbrecht und Gesellschaftsrecht!“, so der Titel des Vortrags von RA/FAErbR Alexander Knauss und RA Dr. Gordian Oertel, Bonn. Im Zuge der Nachfolgeplanung trifft, so die Referenten, Erbrecht auf Gesellschaftervertrag. Der Rechtsnachfolger tritt in die Rechte und Pflichten des Erblassers ein, haftet auch für seine Schulden. Dies gilt für die gesetzliche wie die „gewillkürte Erbfolge“ (Testament, Erbvertrag), für Alleinerben und Erbengemeinschaften mit quotaler Beteiligung am Nachlass. Zu berücksichtigen sind: Gesellschafts-, Handels-, Umsatzsteuer-, Einkommensteuer-, Erbschaftsteuer-, Familien- und Pflichtteilsrecht. Wie sieht die Erbfolge bei Kapitalgesellschaften (GmbH oder AG) und Personengesellschaften (GbR, OHG, KG) aus? Hier gibt es „einfache“ und „qualifizierte“ Nachfolgeklauseln im Gesellschaftervertrag, Vertreter-, Eintritts-, Einziehungs- und Abtretungsklauseln. Gesellschaftsvertrag und Testament müssen – auch im Steuerrecht – abgestimmt werden, schlossen die Referenten, und Pflichtteilsberechtigte dürfen bei der Planung nicht vergessen werden. Gut besucht war weiterhin der Vortrag „Notfallplan praktisch! Handlungsvollmachten, Notgeschäftsführer und mehr“ von RA Eberhard Rott, Arbeitsgemeinschaft Testamentsvollstreckung und Vermögenssorge (AGT) e.V., Bonn, und Regina Rosenstock, IHK Bonn/Rhein-Sieg. Viel beachtet ebenfalls der Vortrag von RA Hansjörg Tamoj, Bonner Erbrechtstag e.V., Bonn: „Sicher mit doppeltem Boden: Testamentsvollstreckung als Instrument der Unternehmenssicherung“. V.l.n.r.: Franz M. Große-Wilde, RA/FAErbR, Leiter der ArGe Erbrecht im Bonner Anwaltverein und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Erbrechtskunde; Eberhard Rott, Arbeitsgemeinschaft Testamentsvollstreckung und Vermögenssorge (AGT) e.V. Bonn; RA Alexander Knauss, Fachanwalt für Erbrecht; Detlev Langer, Geschäftsführer IHK Bonn/Rhein-Sieg; RA Hansjörg Tamoj, Bonner Erbrechtstag e.V. Bonn; Vizepräsident StB/WP Gero Hagemeister; StB/WP Volker Wogeck, KHS Aktiengesellschaft; Regina Rosenstock, IHK Bonn/Rhein-Sieg; RA Dr. Gordian Oertel, Meyer Köring, Bonn; Notar Michael Uedings, Vorstand der Rheinischen Notarkammer Köln. 16

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