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VerbandsNachrichten 3 I 2017

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VerbandsNachrichten 3 I 2017

VerbandsNachrichten 3/2017 I Prüfungswesen PRÜFUNGSWESEN Modifizierung des Prüfungsurteils im Bestätigungsvermerk (IDW EPS 405) sowie Hinweis zum Bestätigungsvermerk (IDW EPS 406) In seiner Stellungnahme B 07/17 vom 30.06.2017 hat sich der Arbeitskreis Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung des DStV, dem aus dem Kölner Verband Präsident Elster sowie VP WP/StB Dipl.-Kfm. Gero Hagemeister, Vorsitzender des Arbeitskreises Prüfende Berufe, angehören, zu den IdW-Entwürfen „Modifizierung des Prüfungsurteils im Bestätigungsvermerk“ (IDW EPS 405) und „Hinweis zum Bestätigungsvermerk“ (IDW EPS 406) an das IdW mit verschiedenen Anregungen an das IdW gewendet und um deren Berücksichtigung gebeten. Die Mitglieder des Arbeitskreises sind der Ansicht, dass die Entwürfe grundsätzlich eine gute Umsetzung der gesetzlichen und internationalen Vorgaben darstellen. Die Lesbarkeit der Entwürfe hat allerdings durch möglichst nah an den internationalen Prüfungsstandards ISA 705 und ISA 706 orientierte Übersetzungen gelitten. Sie haben daher zu einer redaktionellen Überarbeitung geraten und folgende Anmerkungen formuliert. Hinweis zum Bestätigungsvermerk (IDW EPS 406) Anwendungshinweis A8 Wir empfehlen im dritten Beispiel des A8 anstatt der Bezeichnung „ein Ereignis katastrophalen Ausmaßes“ die Verwendung von „ein folgenschweren Ereignis“. Anwendungshinweis A 18 A18 Satz 1 enthält bereits einen Hinweis darauf, dass der Abschlussprüfer einen Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts in den Bestätigungsvermerk aufnimmt. Daher ist die nochmalige Bedingung der Aufnahme in A18 Punkt 1 obsolet. Wir schlagen daher folgende Formulierung vor: „Der Abschlussprüfer nimmt einen Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts in den Bestätigungsvermerk zu dem Prüfungsgegenstand auf, in dem der jeweilige Sachverhalt angegeben oder dargestellt ist.[…]“ Modifizierung des Prüfungsurteils im Bestätigungsvermerk (IDW EPS 405) Überschriften zu 9.7. sowie A17 Der Begriff „Überlegungen“ ist bisher im Bereich der Prüfungsstandards nicht gebräuchlich und beschreibt unseres Erachtens den Inhalt der Textziffer nur unzureichend. Wir empfehlen anstatt dessen die Verwendung des Begriffes „Feststellungen“. Tz. 59 sowie A 27 Unseres Erachtens geht aus der Textziffer nicht klar hervor, zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Umständen der Abschlussprüfer von einer Modifizierung des Prüfungsurteils ausgeht. Die Verwendung des Wortes „erwartet“ – auch wenn dies der wörtlichen Übersetzung des „expected“ aus dem ISA 705.30 entspricht – legt die Vermutung nahe, dass der Zeitpunkt auch schon vor Auftragserteilung liegen kann (bspw. im Falle der Kenntnis unzureichender Prüfungsnachweise. Wir gehen jedoch davon aus, dass der ISA 705 von einem Zeitpunkt während der Prüfung ausgeht. In diesem Fall wäre die Verwendung der Begriffe „beabsichtigt“ oder „damit rechnet“ vorteilhafter. Anwendungshinweis A25 (neu) Die ISA 700ff.-Reihe basiert auf dem international üblichen Modell, dass der Auditor’s Report lediglich sehr komprimiert Informationen wiedergibt. Im Gegensatz hierzu stehen den Adressaten des Prüfungsberichts in Deutschland wesentlich mehr Informationen zur Verfügung. Diesem Umstand sollte im Abschnitt „Kommunikation mit den für die Überwachung Verantwortlichen“ Rechnung getragen werden. Wir schlagen daher vor, einen neuen Anwendungshinweis nach A24 einzufügen: „A25 Grundsätzlich führt jeder Hinweis im Bestätigungsvermerk gleichzeitig auch zu einer entsprechenden, aber deutlich ausführlicheren Darstellung der Hinweise im Prüfungsbericht unmittelbar vor dem Bestätigungsvermerk. In diesem gesonderten Absatz muss der Abschlussprüfer wesentliche Sachverhalte zu Hinweisen und seine Begründung darstellen, damit der Adressat des Prüfungsberichtes im Sinne der vollständigen Transparenz anlog zu der Begründung in A24 informiert wird.“ 50

Europa I VerbandsNachrichten 3/2017 Stellenbörse der WPK Die Wirtschaftsprüferkammer, WPK, bietet einen neuen Service an: die WPK-Stellenbörse. Über diese kostenlos nutzbare Onlineplattform können WP/vBP-Praxen Stellenangebote veröffentlichen und Bewerber Gesuche aufgeben. Neben Berufsangehörigen, Steuerberatern, Rechtsanwälten und angehenden Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsassistenten soll die Stellenbörse weiteren Fachkräfte wie Steuerfachangestellten, IT-Fachleuten, Experten im Bereich Kommunikation/Marketing offenstehen. Mit diesem Angebot möchte die WPK insbesondere kleine und mittlere Praxen bei der Personalsuche unterstützen. Quelle: http://www.wpk.de/anzeigen/stellenboerse/ EUROPA EFAA-Konferenz zur Digitalisierung Die Konferenz der Föderation der Europäischen Rechnungsleger und Wirtschaftsprüfer für KMUs (EFAA) am 08.06.2017 in den Räumen der Wirtschaftsprüferkammer in Berlin widmete sich der „Entwicklung des digitalen Berufsangehörigen“. Die Veranstaltung war mit neuesten Entwicklungen und hohem Praxisbezug ein voller Erfolg. Der erste Abschnitt fasste die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Buchhaltung und Rechnungslegung zusammen und stellte sie alltagsbezogen dar. So wurde die automatische Verbuchung von Eingangsrechnungen und die Massendatenanalyse von Buchhaltungsdaten von Dr. Ulrich Erxleben (SMACC GmbH) und Mark Edmondson (Inflow) vorgestellt. Dem Sicherheitsaspekt wurde von Narayanan Vaidyanathan (ACCA) und Dimitra Liveri (EU-Agentur für Netzwerk- & Informationssicherheit) Rechnung getragen. Sie stellten Blockchain, ein Werkzeug zur Sicherung von Transaktionen, vor, und präsentierten die Anforderungen an Cloud-Dienstleistungen und inwiefern KMUs Anforderungen ermitteln und den Dienstleistern klarmachen können. er insbesondere auf die Flexibilität und Veränderung der Organisationsstrukturen ein. Diese müssten von der Führungseben gelebt werden und könnten auch zu neuen Arbeitsplatzmodellen führen. Michael Cerami von der Technologiesparte der weltgrößten Wirtschaftsprüferorganisation AICPA, CPA.com, stellte das Modell vor, nach dem der Verband Berufsangehörige auf den technologischen Wandel vorbereitet. Die Veranstaltung wurde von Experten aus dem In- und Ausland besucht. Darunter waren beispielsweise auch Vertreter von internationalen Standardsetzern wie dem IAASB oder dem IASB. Der DStV war vor Ort durch Präsidiumsmitglied StB/WP Marcus Tuschen, die Mitglieder in den EFAA-Expertengruppen, StB/WP Gero Hagemeister und StB/WP Christian Witte sowie seinen Europareferenten StB René Bittner vertreten. Die Tagungsunterlagen können Sie auf den Seiten der EFAA , www.efaa.com , herunterladen. Der Teil „Wirtschaft und digitale Gesellschaft“ wurde von BDI-Präsident Prof. Dr. Dieter Kempf geleitet. Er zeigte den Fortgang der Industrie und der Wirtschaft auf und gab einen Ausblick für Buchführungs- und Rechnungslegungsdienstleistungen. Vijay Kumar, Vertreter der indischen Buchführer, verdeutlichte, wie der Berufsstand sich in einer rasch verändernden Umgebung behaupten kann. Inwiefern die zunehmende Digitalisierung auf die einzelne Kanzlei durchschlägt, machte Martin de Bie, Inhaber einer spezialisierten niederländischen Steuerberatungsgesellschaft, deutlich. Neben den neuen Möglichkeiten durch Software ging 51

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