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Verbandsnachrichten 4 I 2018

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Verbandsnachrichten 4 I 2018

VerbandsNachrichten

VerbandsNachrichten 4/2018 I Aus dem Verbandsleben Die Mitgliederversammlung Von Antonie Schweitzer dass der Mandant von seinem Steuerberater über seine Meldepflicht informiert wird. „Insofern ist der Berufsstand wieder in der Pflicht angekommen“, lautete das Fazit des Präsidenten. Die von der EU geplante Dienstleistungskarte und das Notifizierungsverfahren wurden gestoppt, aber dennoch sei „Deregulieren die monotone Devise in Brüssel“. Bericht des Präsidenten, StB/WP Harald Elster Präsident Elster eröffnete die Mitgliederversammlung traditionell mit einer Schweigeminute für die im letzten Jahr verstorbenen Kollegen, deren Namensliste er zuvor verlas. Nachdem er die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt hatte, ging er zur Tagesordnung über. Bericht des Präsidenten StB/WP Harald Elster Im 71. Jahr seines Bestehens ist der Verband, wie der Präsident eingangs betonte, die größte privatrechtliche Organisation des Berufsstandes im Regierungsbezirk Köln. Mit seinen fast 3.400 Mitgliedern sieht er sich heute vor neuen Herausforderungen: „Das von der EU eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren rüttelt an den Grundfesten unseres Berufsstandes und stellt seine Zukunft grundsätzlich in Frage.“ Berichte der Vizepräsidenten StB Dipl.-Kfm. Harald Patt Vizepräsident Patt berichtete über den steigenden Stellenwert der Betriebswirtschaftslehre (BWL) in der Berufspraxis. In dieser veränderten Situation sei es die Aufgabe des Verbandes, Hilfe anzubieten – in den Bereichen BWL, Digitalisierung und Haftung. Erst eine detaillierte Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) versetze den Berater in die Lage zu analysieren, wie sich das Unternehmen entwickelt und welche Krisenszenarien zu erwarten sind. Diese frühzeitig zu erkennen, befähige dazu, sie zu vermeiden. „Wir optimieren unsere eigenen Steuerberaterbüros“, stellte der Vizepräsident fest und empfahl, „sie zertifizieren zu lassen, um unseren Berufsstand zukunftsfähig zu machen.“ Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) habe allen viel abverlangt: „Viel Zeit ist für die Umsetzung dieser bürokratischen Maßnahme aufgebracht worden.“ Schließlich verlange auch die Digitalisierung einen hohen Einsatz: die Mandanten in diesem Prozess zu begleiten und intensiv unterstützen. Von einer bürokratischen Entlastung könne allerdings nicht die Rede sein, bemängelte der Präsident, die medienbruchfreie Kommunikation funktioniere nicht. Nach wie vor würden von den Finanzämtern Belege angefordert. Die Reform der Grundsteuer werde die Neubewertung von 35 Mio. Grundstücken nach sich ziehen, das sind 400 für jeden Steuerberater. Als Erfolg verbuchte der Präsident, dass die Verschwiegenheitspflicht nicht aufgehoben wurde und die viel diskutierte Anzeigepflicht für Steuergestaltungen auf den Mandanten übergehen soll – unter der Voraussetzung allerdings, Bericht des Vizepräsidenten, StB Dipl.-Kfm. Harald Patt StB Egbert Dahley Vizepräsident Dahley gab Einblicke in die Arbeit der Bezirke und deren Vorstände. Diese transportieren Informationen, wie er betonte, an die Basis. Zu diesem Zweck wurden in den letzten zwölf Monaten allein rund 150 Veranstaltungen des Verbandes und der Akademie durchgeführt – ohne die Fortbildungsveranstaltungen in Köln. Besonders das Seminar zu den Beratungs- 12

Aus dem Verbandsleben I VerbandsNachrichten 4/2018 Zur 177. Sitzung Ende November erwarte die Teilnehmer wieder ein besonderes Highlight: Traditionell stehen für diese Sitzung Spitzenrepräsentanten des Hauses DATEV zur Verfügung. In diesem Jahr wird es um das Thema „Digitale Ökonomie – Der Weg zur digitalen Kanzlei: Chancen und Herausforderungen für den steuerberatenden Beruf“ gehen. Im Anschluss an den offiziellen Teil besteht die Gelegenheit, bei einem kölschen Buffet den privaten Erfahrungsaustausch zu pflegen. Bericht des Vizepräsidenten, StB Egbert Dahley pflichten wurde sehr gut angenommen. Die in einigen Bezirken bereits regelmäßig stattfindenden Stammtische fördern zusätzlich den informellen Austausch unter Kollegen. „Ein Berufsstand kann nur gemeinsam stark sein“ Egbert Dahley Dabei sei es wichtig, das Augenmerk auf die Vielfalt der täglichen Arbeit in den Kanzleien zu richten. Die DSGVO, das Geldwäschegesetz und Haftungsfragen hätten den Berufsstand stark beschäftigt. „Ein Berufsstand kann nur gemeinsam stark sein“, bemerkte der Vizepräsident abschließend und bedankte sich bei den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, insbesondere bei „Ramona Schmitz, die immer für die Bezirke da ist“, für ihre Unterstützung. Über die neue DSGVO habe Dr. Jörg Spilker, Datenschutzbeauftragter und leitender Angestellter im Bereich Datenschutz und Informationssicherheit der DATEV eG, den EDV-Arbeitskreis detailliert informiert. Wie die Buchhaltung der Zukunft unter Einsatz der neuesten Software-Lösungen durchgeführt werden kann, beschäftige den Arbeitskreis ebenso wie der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI). Ende November gebe es hierzu ein Treffen mit Spitzenkräften der DATEV. StB/WP Dipl.-Kfm. Gero Hagemeister Der Vizepräsident berichtete über die fachliche Arbeit im Kollegenkreis mit dem Fokus auf die Arbeitskreise: Junge Steuerberater (AK JuSt), Prüfende Berufe, Restrukturierung und Unternehmensplanung, Qualitätsmanagement, EDV, Verbände, Vereine und Gemeinnützigkeit, Unternehmensnachfolge. Die Arbeitskreise hätten sich gut entwickelt, seien inzwischen fest etabliert, betonte Gero Hagemeister, und leisteten effektive Arbeit. Dabei liege ihr Augenmerk auf den „Dingen, die man nicht wegdigitalisieren kann“. StB/vBP Richard Deußen Vizepräsident Deußen berichtete aus dem EDV-Arbeitskreis, der viermal im Jahr tagt. Derzeit habe das Thema „praktikable Scannerlösungen“ ein besonderes Gewicht. Er empfahl den Anwesenden den ausführlichen Beitrag über die Arbeit der Arbeitskreise und ihre Veranstaltungen im Geschäftsbericht. Bericht des Vizepräsidenten, StB/vBP Richard Deußen Bericht des Vizepräsidenten, StB/WP Dipl.-Kfm. Gero Hagemeister 13

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